Sportpresse

13.01.2009

Göttinger Tageblatt

Olinde zeigt Studenten Weg zum Erfolg Ehemaliger Basketball-Star lehrt an der Georgia Augusta
Für drei Monate tritt Wilbert Olinde, Liebling der Götinger Basketball-Fans in den 1980er- Jahren, in die akademischen Fußstapfen seines ehemaligen Trainers Terry Schofield, der seit mehr als 20 Jahren am englischen Seminar der Georg-August-Universität lehrt. Im Sommersemester 2009 bietet der in Hamburg mit Frau und zwei Kindern lebende Betriebswirtschaftler Olinde an der Geogia Augusta zwei fakultätsübergreifende Blockseminare zum Thema „Motivation and Success“ (Motivation und Erfolg) an. Das Herz des 53-jährigen Deutsch-Amerikaners, den Schofield 1977 aus Los Angeles nach Göttingen gelotst hatte, wo er den SSC beziehungsweise ASC 46 als Kapitän zu drei Deutschen Meisterschaften und zwei DBB-Pokalsiegen führte, schlägt immer noch für den Basketball. „Ich verfolge das Geschehen in der Bundesliga mit großem Interesse und freue mich sehr für die BG 74, dass sie so erfolgreich ist. Es ist fast genauso wie in meiner zweiten Saison beim SSC. In der Serie 1977/78  sind wir fast abgestiegen, doch in der nächsten haben wir ganz oben mitgespielt und kaum noch ein Spiel verloren“, erinnert sich Olinde. Die BG-Erfolge über Bamberg und die Artland Dragons hat er live in der Lokhalle verfolgt und war begeistert von der Atmosphäre und beeindruckt von den Auftritten der Veilchen. „Anfangs erscheint es merkwürdig, wenn in der Bundesliga fünf Amerikaner gegen fünf Amerikaner spielen“, gibt Olinde zu. „Man muss das zurzeit aber einfach akzeptieren, Reservoir an amerikanischen Spielern ist riesig – und sie spielen zu sehen, steigert sicher den Unterhaltungswert. Wenn deutsche Spieler gleich gute Leistungen bringen, werden auch sie ihre Chance bekommen“, glaubt der ehemalige deutsche Nationalspieler.

Als Mentaltrainer begehrt 
Bis vor kurzem hat sich der A-Trainerschein-Inhaber intensiv um den Nachwuchs gekümmert – unter anderem als Talentsichter für den Deutschen Basketball Bund und Co-Trainer der weiblichen U-18-Nationalmannschaft. „Zurzeit aber sei er beruflich so stark eingespannt, „dass ich überhaupt nicht dazu komme, mich mit Basketball zu beschäftigen“, bedauert Olinde. Der stets fröhliche Amerikaner, der sich 2003 als Mentaltrainer selbstständig gemacht hat, ist bei Führungskräften aus Wirtschaft, Sport und anderen gesellschaftlichen Bereichen heiß begehrt. „Ich leuchte Menschen den Weg zu ihrem Gipfel. Das ist meine Mission“, verkündet er mit entwaffnendem Lächeln. 
Lesen Sie hierzu auch: Der Erfolg kommt von Innen heraus

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