Sportpresse
10.08.2001
Damit konnte in der Tat keiner rechnen, doch das Trainingslager im Hotel Krallerhof im österreichischen Leogang (Salzburger Land) wurde streckenweise zum Lazarett. Fast täglich registrierte Frank Pagelsdorf neue Verletzte. Es war teilweise wie verhext. Als sich während der Intertops-Cup in Zell am See auch noch Marinus Bester (Platzwunde am Kopf) und Andrej Panadic (starke Steißbeinprellung) ihre Blessuren abholten, betrug die Zahl derjenigen, die in der medizinischen Abteilung ein und aus gingen elf (von 26 Spielern).
HSV Live
Das Outdoor-Training in Saalfelden: Seiltanz im Berg
Damit konnte in der Tat keiner rechnen, doch das Trainingslager im Hotel Krallerhof im österreichischen Leogang (Salzburger Land) wurde streckenweise zum Lazarett. Fast täglich registrierte Frank Pagelsdorf neue Verletzte. Es war teilweise wie verhext. Als sich während der Intertops-Cup in Zell am See auch noch Marinus Bester (Platzwunde am Kopf) und Andrej Panadic (starke Steißbeinprellung) ihre Blessuren abholten, betrug die Zahl derjenigen, die in der medizinischen Abteilung ein und aus gingen elf (von 26 Spielern).
»Pagel« konnte einem leid tun. Um das Einheitsgefühl der Spieler untereinander zu intensivieren und Abwechselung in das mit elf Tagen relativ lange Trainingslager zu bringen, ließ sich Frank Pagelsdorf für die letzten beiden Tage ein besonderes Event einfallen lassen: Outdoor-Training. Am 10. und 11. Juli machten die HSV-Profis ganztägige Abenteuertouren in den Salzburger Bergen, konkret in der Nähe von Saalfelden.
Auf dem Ablaufplan standen unter anderem Klettern, Balanceakte und eine Rafting-Tour. »Es machte Spaß und das Zusammengehörigkeitsgefühl wurde gefördert«, sagten Pagelsdorf und Co-Trainer Armin Reutershahn unisono. »Die Spieler mussten sich bei diesem Outdoor-Training aufeinander verlassen, weil sie sich auch gegenseitig absicherten. Die Verantwortung füreinander war wesentlicher Bestandteil des Trainings«, so der Trainer, der hellauf begeistert war. »Eine sensationelle Geschichte.«
Die Spieler empfanden diesen außergewöhnlichen Abschluss des Trainingslagers als eine ideale Ergänzung. »Milan Fukal und ich haben zwar extreme Höhenangst, aber die war völlig uninteressant«, befand Pagel nach den beiden Tagen. »Draußen vor der Tür, das ist mal was anderes«, sagte Roy Präger, der so ein Abenteuer-Programm einst bei Fortuna Köln mitgemacht hatte, »damals hatten wir riesigen Spaß«. Angst, dass ein anderer HSV-Spieler oder er sich bei den körperlich anspruchsvollen Events verletzen könne, hatte Präger nicht, obwohl einige seiner Kameraden schon ein wenig gezittert hatten: »So bekloppt sind wir nun auch nicht«.
Pech für Roy war freilich, dass er selbst wegen seiner hartnäckigen Verletzung nicht teilnehmen konnte. Er fuhr stattdessen mit Jan Sandmann nach Zell am See und blinzelte zwangsläufig in die Sonne. Erik Meijer gehörte zu denjenigen, die ausgesprochen schnell vom positiven Effekt des Outdoor-Trainings überzeugt waren. »Wenn du den Kollegen vertrauen musst, dann baut sich eine gute Atmosphäre auf. Schon unsere Abschlussreise nach der vergangenen Saison hat uns zusammengeschweißt. Solche Dinge helfen. Wenn es darauf ankommt, macht man dann in der Saison in den Spielen auch einen entscheidenden Schritt mehr für den Kollegen.«
Auf dem Ablaufplan standen unter anderem Klettern, Balanceakte und eine Rafting-Tour. »Es machte Spaß und das Zusammengehörigkeitsgefühl wurde gefördert«, sagten Pagelsdorf und Co-Trainer Armin Reutershahn unisono. »Die Spieler mussten sich bei diesem Outdoor-Training aufeinander verlassen, weil sie sich auch gegenseitig absicherten. Die Verantwortung füreinander war wesentlicher Bestandteil des Trainings«, so der Trainer, der hellauf begeistert war. »Eine sensationelle Geschichte.«
Die Spieler empfanden diesen außergewöhnlichen Abschluss des Trainingslagers als eine ideale Ergänzung. »Milan Fukal und ich haben zwar extreme Höhenangst, aber die war völlig uninteressant«, befand Pagel nach den beiden Tagen. »Draußen vor der Tür, das ist mal was anderes«, sagte Roy Präger, der so ein Abenteuer-Programm einst bei Fortuna Köln mitgemacht hatte, »damals hatten wir riesigen Spaß«. Angst, dass ein anderer HSV-Spieler oder er sich bei den körperlich anspruchsvollen Events verletzen könne, hatte Präger nicht, obwohl einige seiner Kameraden schon ein wenig gezittert hatten: »So bekloppt sind wir nun auch nicht«.
Pech für Roy war freilich, dass er selbst wegen seiner hartnäckigen Verletzung nicht teilnehmen konnte. Er fuhr stattdessen mit Jan Sandmann nach Zell am See und blinzelte zwangsläufig in die Sonne. Erik Meijer gehörte zu denjenigen, die ausgesprochen schnell vom positiven Effekt des Outdoor-Trainings überzeugt waren. »Wenn du den Kollegen vertrauen musst, dann baut sich eine gute Atmosphäre auf. Schon unsere Abschlussreise nach der vergangenen Saison hat uns zusammengeschweißt. Solche Dinge helfen. Wenn es darauf ankommt, macht man dann in der Saison in den Spielen auch einen entscheidenden Schritt mehr für den Kollegen.«
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