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Stress ist strafbar!
Stress ist strafbar
"Für den Selbstmord eines 24-jährigen Angestellten hat ein großes japanisches Unternehmen dessen Eltern 3,3 Millionen Mark gezahlt. Der Oberste Gerichtshof hatte die Firma für haftbar erklärt. Die Entschädigungssumme kam durch einen außergerichtlichen Vergleich zu Stande. Der junge Mann hatte in der Woche durchschnittlich 80 Stunden gearbeitet. Manche seiner Schichten dauerten von neun Uhr morgens bis sechs Uhr früh. Nicht am Fließband, nicht im Blaumann, sondern am Schreibtisch und im feinen Anzug, aber die schöne, neue Welt der Neuen Ökonomie ist manchmal ebenso mörderisch wie die frühe Industriegesellschaft es war. In Japan ist der Stressselbstmord so verbreitet, dass er schon einen Namen hat: "Karoshi" heißt er. Das Urteil ist das erste seiner Art. Es wird sicher Schule machen und zur Humanisierung des japanischen Arbeitslebens beitragen. Tod durch Überarbeitung ist allerdings keine neue Erfindung. Arbeitsschutz- und Arbeitszeitgesetze auch nicht. Sie sind heute - auch wenn wir das gerne vergessen - ebenso notwendig wie vor einhundert Jahren. Nicht nur in Japan."
Quelle: Berliner Zeitung vom 24.06.2000, Ressort Politik, Autor Arno Widmann, Seite 4
In neuerer Zeit ist für dieses Phänomen ein Wort „in aller Munde“: Burnout.
Höchstwahrscheinlich litt der ausgebrannte junge Angestellte
aus Japan unter Burnout im Endstadium. Bis zu seinem letzten Schritt hat er
eine längere Leidensgeschichte hinter sich gebracht. Das Burn-out-Syndrom ist
ein Zustand, der sich durch Erschöpfung, Zynismus, psychosomatische Beschwerden
und Gleichgültigkeit äußert. Er beinhaltet Desillusionierung und Apathie,
psychosomatische Erkrankungen und kann zu einer Depression führen. Weitere
Begleiterscheinungen sind Aggressivität und eine erhöhte Suchtgefährdung. So
wird der Beruf oft zum hauptsächlichen Lebensinhalt mit weitreichenden
Konsequenzen, wie z.B. Verlust sozialer Beziehungen. Die Ursachen für Burnout
lassen sich v.a. im persönlichen, im sozial- und organisationspsychologischen
und im gesellschaftlichen Bereich finden. Individuell Betroffene, das Team, die
Führung und die Institution bzw. der Arbeitgeber können durch verschiedene
Maßnahmen von Gesundheitsförderung dem Burnout vorbeugen. Wir helfen Ihnen
dabei, die Gefahren ganzheitlich organisatorisch unschädlich zu machen. Darüber
hinaus optimieren wir Ihre persönliche Work-Life-Balance.
Ein gar nicht mal so seltenes Extrembeispiel für einen
Stressor, also Stressauslöser, ist ein Trauma am Arbeitsplatz. Dieses entsteht
an einem Ort im Betrieb, an dem bspw. ein Kollege verunglückt ist oder man gar
selbst einmal einen Unfall erlitt. Ein solcher Ort ist auch das oben
beschriebene Büro des japanischen Angestellten nach seiner Tat. Dabei ist das
Trauma ein soziales und kein individuelles Ereignis. Denn alle, die später an
diesem Platz zu arbeiten haben, könnten mit dem Trauma zu kämpfen haben. Wichtig
für die Betroffenen ist es, das subjektive Sicherheitsgefühl weitestgehend
wieder herzustellen. Das Erlebte muss integriert und neu bewertet werden, auch
Trauer um das Verlorene gehört zur Auseinandersetzung.
Zahlen/Daten/Fakten:
Eine Studie der TKK und dem F.A.Z.-Institut aus dem Jahr 2009 zeigt folgende Ergebnisse:
Als häufigste Gesundheitsprobleme werden genannt:
- Muskelverspannungen und Rückenschmerzen: 53%
- Erschöpfung bzw.das Gefühl,ausgebrannt zu sein 31%
- Kopfschmerzen,
Migräne 28%
- Nervosität,
Gereiztheit, Angstzustände 20%
Wer oft gestresst ist, ist anfälliger für körperliche und seelische Erkrankungen.
Die WELT online berichtet am 28. November 2007: „Psychische Störungen nehmen von Jahr zu Jahr zu – ihr Anteil am Krankenstand beträgt inzwischen 8,9 Prozent. Vor gut 30 Jahren zu Beginn der Statistik – lag dieser Anteil bei 2 Prozent.“
Und am 19. Februar 2009: „Stressige Arbeit verkürzt oft die
Lebenserwartung“
Der Anteil der Mitarbeiter mit hoher emotionaler Bindung an ihr Unternehmen liegt nur noch bei 13 % (s. Grafik).
Ursache hierfür ist meist unheilvolles Führungsverhalten, welches systemisch in der gesamten Organisation verankert ist. Deshalb reicht ein Training einzelner Führungskräfte nicht aus. (Quelle: Untersuchung zum Zusammenhang von Führungsverhalten und Arbeitsproduktivität an der Universität Kassel)


Arbeitsschutzgesetz vom 07. August 1996
Grundpflichten des Arbeitgebers (§3)
- ...erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen.
- ... durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind.
Nehmen wir an, Sie haben ein Unternehmen mit 1000 Beschäftigten. Hochgerechnet erwirtschaftet jeder pro Tag 300 €. 40% der Mitarbeiter (MA) leiden unter psychischen Belastungen, z. B. durch Stress, d. h. diese MA bringen 20% weniger Leistung, das ergibt 400 mal 60 € = 24.000 € pro Tag. Das bedeutet pro Woche eine Summe von 120.000 €, pro Monat von ca. 500.000 €, pro Jahr ca. 5.000.000 €.
Fazit:
Gesundheitliche Einschränkungen durch psychische Belastungen sind
- gesetzeswidrig und damit strafbar
- schädlich für die emotionale Bindung (=Loyalität) der Mitarbeiter
- teuer – teuer – teuer.
Gefahr erkannt – Gefahr gebannt
In sieben Schritten zum stressarmen Unternehmen
- Wir informieren über die Zusammenhänge und Ihren Nutzen
- Wir klären gemeinsam das für Sie vorrangige Ziel
- Wir analysieren mit Ihrer Unterstützung die Arbeitsbedingungen
- Wir berechnen mit Ihnen den Return on invest (ROI)/Value on invest (VOI) der Maßnahmen
- Wir legen gemeinsam die Maßnahmen fest
- Wir führen die Maßnahmen durch
- Wir sichern den Transfer und die Integration der Maßnahmen in die Prozesskette
Ihr Nutzen:
- die Mitarbeiter mit Ihren Problemen werden ernst genommen, dadurch Würdigung und höhere Arbeitszufriedenheit bei den Mitarbeitern
- die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg ist erreicht
- Reduzierung der Ausfallzeiten
- Weniger Beschwerden
- Verbesserte Kommunikation
- Verbesserte Teamarbeit
- Wertschätzende Unternehmenskultur
- Weniger Konflikte
- Arbeitsplatzzufriedenheit
- Arbeitszeiteinsparungen
- Höhere Performance, dadurch besseres Rating
- Besseres Rating, bessere Performance gegenüber den Banken
- Weitere Investitionen sind möglich
- Wachstum
- Ihre Investition bestimmt zukünftige Produktivität, Umsatz und Gewinn
Mit unserer Professionalität begleiten wir Sie gerne bei diesem Prozess.
Ihre Fragen beantworten Susanne Schaub und Dr. Axel Görs.
Kontakt:
Email: Schaub@m3team.de
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Feierliche Verleihung in der Alten Aula der Universität Göttingen am 9. Dezember 2011.







